Faszien – das feine Netzwerk in unserem Körper

Vielleicht hast du schon einmal von Faszien gehört. In den letzten Jahren ist dieses faszinierende Gewebe immer mehr in den Mittelpunkt gerückt.

Faszien sind ein feines, dreidimensionales Netzwerk aus Bindegewebe, das unseren ganzen Körper durchzieht. Sie umhüllen Muskeln und Organe, verbinden Strukturen miteinander und geben unserem Körper Halt und Form. Man kann sich es ein bisschen Vorstellen wie ein Spider Man Anzug. Und doch sind sie viel mehr als eine Art „Verpackung“.

Faszien reagieren auf Bewegung, Belastung und auch auf unsere Gewohnheiten. Wenn wir uns viel zu wenig bewegen oder lange in derselben Position bleiben, kann sich das Gewebe weniger geschmeidig anfühlen. Manche Bewegungen fühlen sich dann eingeschränkt an, der Körper wirkt steif oder gespannt.

Yoga kann hier auf eine wunderbare Weise unterstützen.

Durch fliessende Bewegungen, sanfte Dehnungen, bewusste Gewichtsverlagerungen und unterschiedliche Bewegungsrichtungen bekommt unser Gewebe immer wieder neue Impulse. Wir bewegen nicht nur einzelne Muskeln, sondern lassen den Körper als Ganzes in Bewegung kommen.

Besonders schön finde ich dabei, dass es nicht darum geht, möglichst weit zu dehnen oder eine Position perfekt auszuführen.

Es geht ums Spüren.

Wie fühlt sich mein Körper heute an?
Wo ist Bewegung leicht?
Wo halte ich vielleicht fest?
Und was verändert sich, wenn ich mir Zeit lasse?

Auch kleine Bewegungen können einen Unterschied machen. Ein bewusstes Strecken am Morgen. Ein langsames Kreisen der Schultern. Eine sanfte Drehung. Oder ein paar Minuten Yoga, in denen wir unserem Körper Raum geben.

Unser Körper ist kein starres System. Er ist lebendig, anpassungsfähig und möchte bewegt werden.

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